05.09.17 09:20 Alter: 19 days

AUF DAS SYSTEM KOMMT ES AN

Kategorie: Baunews

Gebäude mit einer wärmedämmenden Außenhülle zu versehen, hat eine lange Geschichte. Viel länger als mancher vermuten würde. Das erste Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) kam in Deutschland bereits 1957 zum Einsatz und eröffnete neue Möglichkeiten des energieeffizienten Bauens und Sanierens.


Voraussetzungen für eine effiziente und wirksame Wärmedämmung

(djd). Gebäude mit einer wärmedämmenden Außenhülle zu versehen, hat eine lange Geschichte. Viel länger als mancher vermuten würde. Das erste Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) kam in Deutschland bereits 1957 zum Einsatz und eröffnete neue Möglichkeiten des energieeffizienten Bauens und Sanierens. Was Materialien, Umweltverträglichkeit und Wärmeschutz angeht, hat sich seit den 1960er Jahren viel getan. Das Prinzip bleibt jedoch das gleiche: weniger Wärme durch die Wände entweichen lassen.

Langlebigkeit der Dämmung in der Praxis bestätigt

Seit den ersten Anfängen haben die Dämmsysteme ihre Langlebigkeit unter Beweis gestellt: Die ersten WDVS sind auch heute noch im Einsatz. Eine Langzeitstudie des Fraunhofer-Instituts hat bestätigt, dass eine Lebenserwartung von einem halben Jahrhundert und mehr der Normalfall ist. Entscheidend für die Wirksamkeit der Dämmung ist allerdings: Alle Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein und im bewährten System verwendet werden. Denn nur als ganzes Dämmsystem gibt es nach umfassenden Prüfverfahren die bauaufsichtliche Zulassung. Nur so arbeiten die Materialien effektiv und erfüllen Sicherheits- sowie Brandschutzvorschriften.

Seriöse Fachbetriebe wissen das und werden die Dämmung stets im System realisieren. Von einer Dämmung in Eigenregie hingegen wird entschieden abgeraten: Wenn die Dämmschicht nicht lückenlos und fugenfrei aufgebracht wird, kann sie ihre Wirkung nicht entfalten. So drohen Bauschäden und verschenktes Energiesparpotenzial. Wer bei der handwerklichen Ausführung spart oder gar in Eigenleistung oder mit Nachbarschaftshilfe dämmt, zahlt am Ende wahrscheinlich zweimal - dann nämlich, wenn der Fachhandwerker nachbessern oder gar die gesamte Fassade neu dämmen muss. Qualifizierte Ansprechpartner im Handwerk vor Ort kann man unter www.dämmen-lohnt-sich.de finden.

Einsparmöglichkeiten im Altbau nutzen

Die Einsparmöglichkeiten jedenfalls sprechen für sich: Mit über 40 Prozent haben die Außenwände den größten Flächenanteil an der Gebäudehülle eines Einfamilienhauses. Über sie geht in der Regel in neun von zwölf Monaten Wärme und damit viel Heizenergie verloren. Nicht zuletzt Häuser, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 erbaut wurden, können durch eine Dämmung der Fassade energetisch aufgebessert werden. Als Faustregel gilt: Gerade Häuser aus den Jahren 1950 bis 1980 sparen mit einer Wärmedämmung besonders viel Energie und Heizkosten. Und zudem haben sie sofort ein "neues" Haus mit attraktiver Optik und viel besserem Wohnklima. Natürlich können auch Besitzer neuerer Häuser von der Fassadendämmung profitieren.


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