Landkreis Oberallgäu

Der Landkreis Ostallgäu liegt im Südosten des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Unterallgäu und der Landkreis Augsburg, im Osten die oberbayrischen Landkreise Landsberg am Lech, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen, im Süden das österreichische Bundesland Tirol und im Westen der Landkreis Oberallgäu. Die kreisfreie Stadt Kaufbeuren ist ganz vom Landkreis Ostallgäu umgeben.

Quelle: wikipedia

Geographie

Der Landkreis Oberallgäu ist der südlichste Landkreis in Deutschland. Das Gebiet des Landkreises umfasst alpines und voralpines Gelände. Der höchste Berg ist die Hochfrottspitze (2649 m). Die bekannteste Schlucht ist die Breitachklamm, durch welche die Breitach fließt. Diese entspringt im benachbarten Österreich, erreicht an der Walserschanze deutsches Gebiet und fließt dann in nördlicher Richtung weiter. Am Illerursprung bei Oberstdorf bildet sie zusammen mit der Stillach und Trettach die Iller, die ebenfalls in nördlicher Richtung das gesamte Kreisgebiet durchfließt und es bei Altusried in Richtung Memmingen verlässt.
Im Landkreis inklusive Kempten werden 50,3 Prozent der Gesamtfläche als landwirtschaftliche Flächen genutzt

Geschichte

Erste dauerhafte Siedlungen gehen bis in die Bronzezeit zurück und lassen sich etwa auf die Jahre 1800–1200 v. Chr. datieren. Überreste dieser Siedlungen wurden in Agathazell, nahe Sonthofen und bei Altusried gefunden. Um das Jahr 800 herum entstand aus dem Begriff „Alpengäu“ (kurz für: „Alpenauen“) der heutige Name „Allgäu“.
Um ca. 600 v. Chr. wurde das Gebiet durch die Kelten besiedelt. Im Bereich der Stadt Kempten bildete sich ein Zentrum heraus, welches später von den Römern weiter ausgebaut wurde und den Namen Cambodunum trug. Die Keltenzeit wird durch eine archäologisch fassbare Abwanderung aus noch unbekannter Ursache im 1. Jahrhundert v. Chr. weitgehend beendet. In Gebirgsnähe muss man Besiedelung durch Räter annehmen.
Von den Alpenfeldzügen des Augustus im Jahre 15 v. Chr. bis zum Jahr 476 ist das Oberallgäu Teil des römischen Reichs (Provinz Rätien), gefolgt vom Ostgotenreich des Theoderich. Im Jahr 536 werden die inzwischen von Alamannen besiedelten Gebiete an das Frankenreich übergeben, in dem das zunächst relativ selbständige Herzogtum Alamannien ins eher fränkisch geprägte Herzogtum Schwaben mündet.
Das Gebiet des Landkreises Oberallgäu gehörte vor 1800 zu verschiedenen Herrschaften. Der Norden gehörte überwiegend zum Fürststift Kempten, zur Freien Reichsstadt Kempten und zum Hochstift Augsburg, Teile gehörten zur Grafschaft Königsegg-Rothenfels. Zwischen 1803 und 1805 kamen die Gebiete an das Königreich Bayern. 1804 wurden die Landgerichte Kempten und Sonthofen errichtet, 1806 entstand das Landgericht Immenstadt im Allgäu. 1809 wurde die Stadt Kempten kreisunmittelbar. Alle Verwaltungsgebiete gehörten zunächst zum Illerkreis, ab 1817 zum Oberdonaukreis, der 1838 in Schwaben und Neuburg (später nur noch Schwaben) umbenannt wurde. Aus dieser administrativen Neuordnung erfolgte auch der Aufstieg anderer Städte wie Immenstadt, Oberstdorf, Sonthofen und Bad Hindelang um Kempten herum, die sich zu wirtschaftlichen und verwaltungstechnischen Zentren entwickeln konnten.
1862 wurden die Landgerichte Immenstadt und Sonthofen zum Bezirksamt Sonthofen vereinigt, aus dem Landgericht Kempten entstand das gleichnamige Bezirksamt. 1939 wurden die beiden Bezirksämter in Landratsämter und die dazugehörigen Bezirke in Landkreise umbenannt.
Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Juli 1972 die beiden Landkreise Kempten und Sonthofen zum neuen Landkreis Oberallgäu vereinigt. Die kreisfreie Stadt Kempten wurde durch Eingliederung der Gemeinden St. Lorenz und Sankt Mang des bisherigen Landkreises Kempten vergrößert. Heute besteht der Landkreis aus 28 Gemeinden.

Verkehr

Straßen

Das Oberallgäu ist an die A 7 angebunden. Insgesamt gibt es sieben Abfahrten im Landkreis. Die Autobahn endete bis 1. September 2009 noch bei Nesselwang (Ostallgäu), das damit aber sein Stau-Problem gelöst hatte; nach jahrzehntelangem Rechtsstreit wurde am 1. September auch das letzte Teilstück bis Füssen (Ostallgäu) eröffnet. Der Ausbau dieses Teilstücks war sehr umstritten, da die Strecke mitten durch einige Naturschutzgebiete und Moore führt. Beim Autobahndreieck Allgäu in der Nähe von Kempten beginnt die 5 Kilometer lange A 980.
Des Weiteren führen vier Bundesstraßen durch den Landkreis, die Bundesstraße 19 von Kempten bis Österreich in Nord-Süd-Richtung und die Bundesstraße 12 von Kempten über Buchenberg in Ost-West-Richtung. Parallel zum letzten Stück der A 7 verläuft die Bundesstraße 309, sie endet an der österreichischen Grenze. Die Bundesstraße 308 führt von Lindau in West-Ost-Richtung ebenfalls bis zur österreichischen Grenze und ist der westliche Teil der Deutschen Alpenstraße.
Weitere Straßen von überregionaler Bedeutung sind nicht vorhanden.

Eisenbahn

Die staatliche Ludwigs-Süd-Nord-Bahn erreichte von Buchloe (Ostallgäu) her die Stadt Kempten im Jahre 1852 und wurde im folgenden Jahr abschnittsweise über Immenstadt nach Lindau fortgeführt.
1863 wurde auch die Illertalbahn der Stadt Memmingen von Memmingen bis Kempten eröffnet. In Immenstadt zweigt seit 1873 die von der Bayerischen Staatsbahn erbaute Stichbahn nach Sonthofen ab, die 1888 durch die Lokalbahn Aktien-Gesellschaft München bis Oberstdorf verlängert wurde.
Die Staatsbahn von Kempten nach Pfronten nahm 1895 ihren Betrieb auf und führt seit 1905 bis Reutte in Tirol weiter. Die Verbindung ins württembergische Allgäu nach Isny stellte ab 1909 eine landschaftlich besonders reizvolle Lokalbahn von Kempten über Sibratshofen her. Diese Strecke wurde 1983/84 für den Personenverkehr stillgelegt. Es verblieb ein Bahnnetz von 117 km Länge.
Der Hauptbahnhof Kempten war zunächst ein Kopfbahnhof, der seit 1907 durch eine Umgehungsbahn umfahren werden konnte. Schnellzüge hielten in der Regel nur in der Station Kempten-Hegge, bis im Jahre 1969 ein neuer Durchgangsbahnhof den alten Hauptbahnhof ersetzte.

Wasserstraßen

Im Oberallgäu gibt es keine schiffbaren Wasserstraßen. Die Iller hat als größter Fluss zu wenig Tiefgang und zu viele Staustufen.

Radwegenetz

Drei wichtige Radwege und gleichzeitig Teile von Fernradwegen des bayrischen Radwegenetzes sowie zwei Routen für Mountainbike führen durch den Landkreis Oberallgäu:
Der Iller-Radweg durchzieht den Landkreis von Süd nach Ost.
Der Bodensee-Königssee-Radweg leitet die Radfahrer von Westen nach Osten durch den Kreis.
Der Allgäu-Radweg wiederum verläuft im nördlichen Teil des Landkreises von Westen nach Osten.
Die Heckmair-Route und die Joe Route führen in südliche Richtung aus dem Landkreis heraus nach Österreich.

Städte und Gemeinden Landkreis Ostallgäu

(Einwohner am 31. Dezember 2012)

Städte

Immenstadt im Allgäu (13.903)
Sonthofen (21.318)

Märkte

Altusried (9875)
Bad Hindelang (4863)
Buchenberg (3943)
Dietmannsried (7777)
Oberstaufen (7250)
Oberstdorf (9580)
Sulzberg (4729)
Weitnau (5083)
Wertach (2484)
Wiggensbach (4843)

Verwaltungsgemeinschaften

Hörnergruppe mit Sitz in Fischen im Allgäu
(Gemeinden Balderschwang, Bolsterlang, Fischen im Allgäu, Obermaiselstein und Ofterschwang)
Weitnau
(Markt Weitnau und Gemeinde Missen-Wilhams)
Gemeinden
Balderschwang (307)
Betzigau (2778)
Blaichach (5651)
Bolsterlang (1040)
Burgberg im Allgäu (3158)
Durach (6726)
Fischen im Allgäu (2991)
Haldenwang (3712)
Lauben (3267)
Missen-Wilhams (1409)
Obermaiselstein (916)
Ofterschwang (1924)
Oy-Mittelberg (4379)
Rettenberg (4195)
Waltenhofen (8856)
Wildpoldsried (2500)

Gemeindefreies Gebiet

Kempter Wald (12,03 km²)

Interessantes und Aktuelles für Bauherren im Landkreis Oberallgäu:

Landratsamt Oberallgäu

Oberallgäuer Platz 2
87527 Sonthofen
Telefon: (0 83 21) 6 12 - 0
Fax: (0 83 21) 6 12 - 369


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